Bärlauch, Brennnessel oder Löwenzahn zeichnen sich durch stoffwechselanregende Eigenschaften aus

Häufig tut man ihnen Unrecht und bezeichnet sie als Unkräuter, doch Heilkräuter wie Bärlauch, Brennnessel oder Löwenzahn besitzen stoffwechselanregende, entgiftende und reinigende Eigenschaften. Sandra Zieger, Heilpraktikerin in Passau, stellt die wichtigsten heimischen "Unkräuter" vor, die beim Abnehmen helfen können.

Bärlauch wirkt blutdrucksenkend

Für die Kelten galt der Bärlauch als wahre Kraft- und Powerpflanze. Die Bären haben dieses Kraut als Erstes nach dem Winterschlaf gefressen, um wieder Kraft zu bekommen, so heißt es. "Er strotzt vor Vitalstoffen, vor allem schätzt man ihn in der Heilkunde für seine giftstoffbindenden Eigenschaften. Er wirkt auch blutdrucksenkend, was ideal ist, da sehr viele Menschen an einem zu hohen Blutdruck leiden", erklärt Sandra Zieger und fügt hinzu dass es empfehlenswert ist, viel frisches Wasser dazu zu trinken, damit die gebundenen Giftstoffe ausgeschwemmt werden. Manche Menschen jedoch vertragen diese knoblauchartige Pflanze wegen ihrer Schwefelbindungen nicht und werden müde darauf, auch bei zu niedrigem Blutdruck sei er nicht empfehlenswert, so die Heilpraktikerin, die darauf hinweist, dass sich die Empfehlungen an grundsätzlich gesunde Menschen richten.

Um Verwechslungen mit den sehr ähnlich aussehenden giftigen Herbstzeitlosen oder den Maiglöckchen auszuschließen, empfiehlt es sich, den Bärlauch nicht selbst zu sammeln, sondern im Gemüsegeschäft oder auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Er kann auch im Garten angepflanzt werden, er mag einen schattigen Standort. Auch unter dem Namen "Milchscheckl" ist der Löwenzahn bekannt. Durch seine Bitterstoffe lockt er die Verdauungssäfte und unterstützt die Leber.

Löwenzahn vertreibt Hunger auf Süßes

"Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Süßes in ist und die Verdauung oft träge arbeitet, sind Bitterstoffe besonders wichtig. Bitteres vertreibt den Süßhunger. Essen Sie einige Löwenzahnblätter pur oder mischen Sie die Blätter in den Salat", rät Sandra Zieger. Am besten sollten die Blätter eine halbe Stunde vor den Hauptmahlzeiten gegessen werden, damit die Verdauungssäfte dann bereitstehen. Gut ernten lassen sich die Blätter im Garten oder an geschützten nicht gedüngten Wiesen.
Als "Blutreinigungspflanze" wird eines der größten Unkräuter bezeichnet, die Große Brennnessel. Sie regt ebenfalls den Stoffwechsel an, und durch ihre harntreibenden Wirkung durchspült sie die Nieren, baut Harnsäure und andere Toxine ab. Gerade die jungen rötlichen Triebe besitzen außerdem einen beachtlichen Anteil an Eisen.
So wirkt sie auch Frühjahrsmüdigkeit und Anämie entgegen. Sandra Ziegers Tipp: "Keine Angst vor den Brennhaaren, diese gehen bei fester Berührung kaputt. Brennnessel können Sie wie Spinat zubereiten, Sie werden überrascht sein über ihren angenehmen Geschmack."
Auch die Brunnenkresse ist im Frühjahr wegen ihres frischen und leicht scharfen Geschmacks sehr beliebt. Sie ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen.
Die Scharfstoffe in ihr besitzen antibiotische Eigenschaften und können schädliche Keime abtöten, somit wird das Immunsystem gestärkt.

Alle angegebenen Heilkräuter sind auch als Saft in Reformhäusern, Naturkostläden oder Apotheken erhältlich