Inhaltsstoffe des Wilden Thymians wirken schleimlösend und entzündungshemmend

Schon von jeher nutzte der Mensch die Kraft heilsamer Kräuter, dabei gilt vor allem die Teezubereitung als die älteste Methode.

"Es gibt eine Vielzahl von wirksamen Teekräutern, die aufgezählt werden könnten, hier meine Favoriten im Überblick", erklärte die Passsauer Heilpraktikerin Sandra Zieger.
Allerdings weist sie darauf hin, dass die Einnahme von Tee keinen Arztbesuch ersetzt, sie stellen lediglich eine begleitende Behandlung dar.
Deshalb geben die folgenden Angaben auch kein Heilversprechen, sondern stellen lediglich Anregungen dar.
  • Der Wilde Thymian (auch Quendel oder Feldthymian) hat ähnlich Eigenschaften wie der Gartenthymian, seine Inhaltsstoffe wirken schleimlösend, auswurffördernd und entzündungshemmend, deshalb hilft er gerade bei hartnäckigen Schnupfen. Der Quendel wirkt etwas milder als der Gartenthymian, das kommt durch seinen niedrigen Gehalt an Thymol, dem ätherischen Öl, deshalb ist er für Kinder besser geeignet.
    Zubereitung: 1 gehäufter Teel. Kraut mit ¼ l kaltem Wasser übergießen, zum Sieden bringen, abseien, 3 Tassen täglich. Für Kinder die halbe Menge des Krautes verwenden, diese Regel gilt auch bei den weiteren vorgestellten Kräutern.
  • Der Salbei besitzt vor allem keimtötende Eigenschaften und ist deshalb bei allen Entzündungen und Schwellungen im Halsbereich gut einsetzbar. Zwei gehäufte Teelöffel Kraut mit ¼ l heißem Wasser übergießen, nach 10 Min. abseihen, drei Tassen täglich. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, mit Salbeitee täglich mehrmals zu gurgeln.
  • Auch die Kamillenblüten besitzen einzündungshemmende und reizlindernde Eigenschafen und sind sehr gut auch in Teemischungen geeignet. Vorausgesetzt, dass keine Allergie auf Korbblütler besteht.
  • Das Mädesüß wird auch als das "Natürliche Aspirin" bezeichnet, denn es hat ähnliche Salicylsäureverbindungen und auch Gerbstoffe, diese wirken sehr unterstützend bei Erkältungen aller Art und grippeähnlichen Zuständen. Bitte verwenden Sie es nicht bei Überempfindlichkeit auf Salicylat an. Zubereitung wie beim Salbeitee.
  • Als "Herr des Eiters" wurde sie in der Volksmedizin bezeichnet, die Gundelrebe, denn Gund hieß früher Eiter. Das Kraut hat vor allem auch eine schleimlösende Wirkung und eignet sich sehr gut zum Mischen.
    Um die gelösten Stoffe und "Krankheitsgifte" leichter auszuscheiden, ist es empfehlenswert, in Teemischungen Kräuter zu verwenden, welche die Diurese (Wasserausscheidung) anregen. Die Birkenblätter zum Beispiel können das, so Sandra Zieger.
  • Schleimstoffe in Eibischblättern haben eine gute reizlindernde Wirkung auf gereizten Schleimhäuten, welche in der Eibischwurzel enthalten sind.
    Zubereitung: 2 gehäufte Teel. Eibischwurzel oder Eibischblätter für ein bis zwei Stunden in ¼ l kaltes Wasser einlegen, auf Trinktemperatur erwärmen. Drei Tassen täglich trinken. Bei kochendem Wasser werden die Schleimstoffe zerstört. Hier zwei Vorschläge für eine Teemischung, die sich bei Schnupfen und Infekten der oberen Atemwege erfolgreich bewährt hat. Diese Mischungen haben entzündungswidrige, schleimlösende, reizlindernde Eigenschaften:
    • Rezeptvorschlag 1: Kamillenblüten 15 Gramm, Salbeiblätter 15 Gramm, Quendelkraut 10 Gramm, Fenchelblüte 5 Gramm und Mädesüßblüten 5 Gramm.
    • Rezeptvorschlag 2: Birkenblätter 15 Gramm, Salbeiblätter 15 Gramm, Odermennigkraut 10 Gramm, Spitzwegerichkraut 5 Gramm, Thymiankraut 5 Gramm.

Zur Vorbeugung: Ein Rezeptvorschlag mit immunsystemstärkenden Eigenschaften, diese Mischung hat sich als Prophylaxe gegen Erkältungskrankheiten bewährt:
Melissenblätter 15 Gramm, Arnikablüten 10 Gramm, Salbeiblätter 10 Gramm, Kamillenblüten 5 Gramm, Eukalyptusblätter 5 Gramm.


Zubereitung für die 3 Teemischungen:
2 gehäufte Teelöffel mit ¼ l heißem Wasser übergießen, acht bis zehn Minuten ziehen lassen, abseihen, drei Tassen täglich.

"Gute Qualität aller vorgestellten Teedrogen erhalten sie in Apotheken und Kräuterläden", rät Sandra Zieger. Da jedes Teekraut seine Wirkstoffe hat, empfiehlt die Passauer Heilpraktikerin, Tee richtig zu dosieren und ihn nicht länger als drei bis vier Wochen zu trinken. "Die Dosis macht das Gift", jeder Tee kann überdosiert werden. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Teekräuter gut vertragen werden und dass keine Unverträglichkeiten oder Allergien vorliegen, auch auf die Art der Zubereitung kommt es an, damit sich die Wirkstoffe gut herauslösen.