• Heilpflanzen erkennen und sammeln

  • Wiesenkönigin

  • Tausendgülden-kraut

  • Berufskraut

  • Stechapfel

AUSBILDUNG IN HEILPFLANZENKUNDE:Botanik und Wirkstofflehre

Pflanzen erkennen, bestimmen und sammeln.

Um aus Pflanzen eine heilende Substanz gewinnen zu können, muss erst einmal die Pflanze erkannt werden. Im Kurs geht es um die grundlegenden Erkennungsmerkmale, dabei erfährst du wichtige botanische Signaturen der Pflanze.

Am leichtesten zu merken sind die Pflanzen, die ganz bewusst, mit allen Sinnen wahrgenommen werden. So leite ich dich an und zeige dir die typischen Pflanzenmerkmale, damit du auch alleine die Pflanze wiedererkennst.

  • Riechen: Hier denkt man vor allem an blühende Pflanzen, doch Düfte verstecken sich auch in den Blättern, Früchten, Samen. Reibt man ein Blatt zwischen den Fingern des Knotigen Braunwurz (Scrophularia nodosa) oder des Waldziest (Stachys sylvaticus) so sind ganz markante Gerüche zu unterscheiden, die nur einer spezifischen Pflanze zugeordnet werden können.
  • Fühlen: Alleine durch das Fühlen der Stängel sind manche Pflanzen zu unterscheiden: Die Taubnesselarten haben zum Beispiel einen vierkantigen Stängel, Giersch und Waldengelwurz haben einen dreikantigen Stängel, das Johanniskraut hat einen elliptisch geformten Stängel der sich wie zweikantig anfühlt.
  • Sehen: Viele Unterscheidungsmerkmale zeigen uns ganz offensichtlich um welche Pflanze es sich handelt, dabei können einzelne Teile der Pflanze in Betracht gezogen werden wie die Blätter, Blüten, Stängel, Größe. Z.B. Ist ein Blattrand gebuchtet (wie bei der Gundelrebe) oder gesägt (wie bei der Brennnessel), stehen die Stiele kreuzgegenständig, sind sie quirlig (wie beim Waldmeister) angeordnet oder wechselständig? Ist die Blütenfarbe weiß oder rosa?
  • Schmecken: Manche Pflanzen kann man allein an ihrem Geschmack erkennen. Kennst du heimische Pflanzen die nach Champignon, Bratkartoffeln, Vanille, Marzipan, Kokos oder Orange schmecken?

Hier die Auflösung: Spitzwegerich schmeckt nach Champignon, der Hainlattich nach Bratkartoffeln, Pappelknospen nach Vanille, Traubenkirschenblüten nach Marzipan, junge Triebspitzen der Himbeere nach Kokos und die frischen Triebe der Douglasie nach Orangenaroma.

Die Wirkungen von Heilpflanzen:

Beim Kurs wirst du lernen, anhand von verschiedenen Geschmackstoffen und Wirkweisen beim Kauen der Pflanze einige Stoffgruppen zu differenzieren. Es gibt Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Scharfstoffe, Ätherische Öle, Flavonoide, Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen usw.

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sich die Pflanzenwelt uns offenbart und "mit uns spricht". So gibt es z.B. Pflanzen die eine stark zusammenziehende Wirkung im Mundraum auslösen, die Pflanze muss also viele Gerbstoffe besitzen, die das Adstringierende (also Zusammenziehende) in sich trägt - es könnte sich hier um Eichenrinde oder Zaubernuss handeln.

 

Es gibt so vieles zu entdecken. Freue dich darauf.